Die Welt ist ein schöner Ort, und wir tun alles, ihr zu entfliehen – durch Andacht, Gebete, unsere Vorlieben und Ängste. Wir wissen nicht einmal, ob wir arm oder reich sind, denn wir sind noch nie tief in unser Inneres vorgedrungen und haben entdeckt, »was ist«. Wir leben an der Oberfläche, sind mit so wenig zufrieden; unser Glück oder Unglück hängt von so geringfügigen Dingen ab. Unser mittelmäßiger Verstand kreiert mittelmäßige Probleme und mittelmäßige Lösungen; so verbringen wir unsere Tage. Wir lieben nicht, und wenn wir lieben, ist unsere Liebe stets mit Angst und Frustration, mit Leiden und Sehnsucht vermischt.
Es ist so wichtig, unschuldig zu sein, eine innere Unschuld zu bewahren. Erfahrungen sind unvermeidlich, vielleicht auch notwendig. Das Leben besteht aus einer Reihe von Erfahrungen, aber das heißt nicht, dass wir die Last sämtlicher Erfahrungen mit uns herumschleppen müssen. Wir können jede Erfahrung auswischen und wieder unschuldig werden – unbelastet. Das ist wichtig, andernfalls können wir niemals geistig frisch, wach und flexibel sein. Die Frage, »wie« man geistig beweglich bleibt, ist unwesentlich, denn die Frage nach dem »Wie« bedeutet, dass wir nach einer Methode suchen. Eine Methode kann uns unsere Unschuld jedoch nicht wiedergeben. Sie kann uns methodisches Vorgehen lehren, aber sie kann uns weder Unschuld noch Kreativität geben.